{"id":107084,"date":"2020-12-22T09:14:00","date_gmt":"2020-12-22T09:14:00","guid":{"rendered":"https:\/\/veganuary.com\/farmed-chickens-and-the-chicken-industry\/"},"modified":"2026-05-07T14:37:37","modified_gmt":"2026-05-07T13:37:37","slug":"das-leben-der-huehner-in-der-landwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/veganuary.com\/de\/das-leben-der-huehner-in-der-landwirtschaft\/","title":{"rendered":"Das Leben der H\u00fchner in der Landwirtschaft"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>In der Landwirtschaft wird zwischen zwei Arten von H\u00fchnern unterschieden: Hennen, die zur Eiproduktion gehalten werden und H\u00fchner, die Fleisch liefern sollen. Sie alle m\u00fcssen unter teils katastrophalen Bedingungen leben und sind im Hinblick auf Schlachtzahlen allj\u00e4hrlich traurige Rekordhalter.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"2048\" height=\"1360\" title=\"chicken called gloria\" class=\"wp-image-30136\" src=\"https:\/\/veganuary.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/gloria.jpg\" alt=\"a chicken called gloria\" srcset=\"https:\/\/veganuary.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/gloria.jpg 2048w, https:\/\/veganuary.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/gloria-1200x797.jpg 1200w, https:\/\/veganuary.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/gloria-1800x1195.jpg 1800w, https:\/\/veganuary.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/gloria-400x266.jpg 400w, https:\/\/veganuary.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/gloria-768x510.jpg 768w, https:\/\/veganuary.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/gloria-1536x1020.jpg 1536w, https:\/\/veganuary.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/gloria-800x531.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">H\u00fchner in der mast<\/h2>\n\n\n\n<p>Allein in Deutschland werden j\u00e4hrlich etwa 660 Millionen H\u00fchner geschlachtet, die zuvor f\u00fcr ihr Fleisch gem\u00e4stet wurden. Damit machen sie \u00fcber 88 Prozent der landlebenden Tiere aus, die f\u00fcr den menschlichen Konsum get\u00f6tet werden.<sup><a href=\"#ref-1\">1<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Dieser Artikel enth\u00e4lt Beschreibungen von den Leiden, die die Tiere in der industriellen Landwirtschaft erdulden m\u00fcssen. Denn wir denken, dass sich jede:r dar\u00fcber bewusst sein sollte, was Tiere f\u00fcr unseren Konsum ertragen m\u00fcssen. <a href=\"#trigger\">Springe zum Ende<\/a>, wenn du das nicht lesen m\u00f6chtest.<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Bis zu ihrem Tod m\u00fcssen sie viel Leid ertragen: H\u00fchner, die f\u00fcr ihr Fleisch gehalten werden, sind so gez\u00fcchtet, dass sie innerhalb k\u00fcrzester Zeit sehr gro\u00df werden, um m\u00f6glichst viel davon zu liefern. Ihre Knochen k\u00f6nnen ihr Gewicht kaum tragen. Viele von ihnen k\u00f6nnen nicht richtig stehen und liegen die meiste Zeit auf dem mit Exkrementen verdreckten Boden, wodurch sie Hautentz\u00fcndungen bekommen. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind \u00fcblich, weil das Herz der H\u00fchner ihren massiven K\u00f6rper kaum mehr ausreichend versorgen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil der Profit im Vordergrund steht, r\u00fcckt die Gesundheit der Tiere in den Hintergrund. Denn aus landwirtschaftlicher Sicht ist es nicht notwendig, dass die H\u00fchner ein langes und gesundes Leben f\u00fchren k\u00f6nnen: Sie werden teils schon mit 28, in den meisten F\u00e4llen jedoch sp\u00e4testens mit 42 Lebenstagen geschlachtet. Dann haben sie ein durchschnittliches K\u00f6rpergewicht von 2,8 Kilo.<sup><a href=\"#ref-2\">2<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hennen in der Eierindustrie<\/h2>\n\n\n\n<p>In Deutschland leben etwa 43 Millionen Hennen, die f\u00fcr ihre Eier gehalten werden.<sup><a href=\"#ref3\">3<\/a><\/sup> Im Unterschied zu den H\u00fchnern in der Mast sind sie nicht sehr gro\u00df. Stattdessen wurden sie darauf gez\u00fcchtet, m\u00f6glichst viele Eier zu legen. Es gibt drei haupts\u00e4chliche Systeme, in denen die Hennen leben k\u00f6nnen: Die K\u00e4fighaltung in Kleingruppenk\u00e4figen, die Bodenhaltung sowie die Freilandhaltung. Hinzu kommt die Bio-Haltung, die den Hennen \u00e4hnliche Bedingungen wie die Freilandhaltung bietet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kleingruppenk\u00e4fige<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>In Deutschland haben die Kleingruppenk\u00e4fige die sogenannten Legebatterien abgel\u00f6st, nachdem diese verboten wurden. F\u00fcr die Hennen, die in diesem Haltungssystem leben m\u00fcssen, hat sich dennoch nicht viel gebessert: W\u00e4hrend sie fr\u00fcher 500 cm\u00b2 Platz hatten \u2013 weniger als ein DIN A4-Blatt \u2013, sind es nun 800 cm\u00b2 pro Tier. Das ist nur etwas mehr als ein DIN A4-Blatt.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl der Name vielleicht etwas anderes vermuten l\u00e4sst, k\u00f6nnen in einem sogenannten Kleingruppenk\u00e4fig bis zu 60 Hennen leben. In dieser Enge finden ihre nat\u00fcrlichen Bed\u00fcrfnisse kaum Ber\u00fccksichtigung. Weil die Hennen bereits geschlechtsreif sind, um Eier legen zu k\u00f6nnen, fechten sie eine Hackordnung aus. Die untergeordneten Tiere sind jedoch kaum in der Lage, den \u00fcbergeordneten aus dem Weg zu gehen und so kann es schnell zu Auseinandersetzungen kommen, bei denen sich die Hennen verletzen. Auch die Sitzstangen, die in Kleingruppenk\u00e4figen vorgeschrieben sind, sind so f\u00fcr die schw\u00e4cheren Hennen kaum nutzbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie ihre Verwandten in der Mast sind auch die Hennen in der Eierindustrie \u00fcberz\u00fcchtet: Sie legen bis zu 300 Eier im Jahr. M\u00f6glich ist dies nur mithilfe k\u00fcnstlicher Beleuchtung, damit die Tiere unabh\u00e4ngig von der Jahreszeit ganzj\u00e4hrig Eier legen. Das zehrt sehr an ihrem K\u00f6rper und sobald sie zu schwach werden, um weiterhin Hochleistung zu bringen, werden sie geschlachtet \u2013 meist mit etwa zw\u00f6lf bis 15 Lebensmonaten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Bodenhaltung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Der Gro\u00dfteil der Hennen, die in Deutschland f\u00fcr ihre Eier gehalten werden, lebt in Bodenhaltung. Zwar sinkt der Anteil der Tiere, die in dieser Haltungsform leben m\u00fcssen langsam, dennoch sind es beinahe 59 Prozent.<sup><a href=\"#ref-3\">4<\/a><\/sup> Sie m\u00fcssen zwar nicht in K\u00e4figen ausharren, aber die Besatzdichte ist dennoch sehr hoch: Bis zu 6.000 Hennen kann eine Gruppe fassen. Sie leben in gro\u00dfen Hallen, in denen sich durchschnittlich neun Hennen einen Quadratmeter teilen m\u00fcssen. Die Nester, also die Pl\u00e4tze, die sie zur Ei-Ablage nutzen k\u00f6nnen, sind noch wesentlich \u00fcberf\u00fcllter: Rund 120 Hennen m\u00fcssen sich einen Quadratmeter Nestfl\u00e4che teilen. Wie ihre Artgenossen in den Kleingruppenk\u00e4figen haben auch die Hennen in Bodenhaltung keinen Zugang nach drau\u00dfen.<sup><a href=\"#ref-5\">5<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Freilandhaltung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Freilandhaltung ist in den allermeisten F\u00e4llen leider nicht so idyllisch, wie sie sich zun\u00e4chst anh\u00f6ren mag. Die Hennen picken nicht in kleinen Gr\u00fcppchen auf einem gr\u00fcnen Hof, stattdessen \u00e4hnelt ihr Leben stark dem der Hennen in Bodenhaltung. Auch Freiland-Hennen leben in gro\u00dfen Hallen, sie haben aber einen \u2013 oft zeitlich eingegrenzten \u2013 Zugang zu einem Auslauf. Wenn dieser nicht huhngerecht gestaltet ist \u2013 also ein paar Unterschl\u00fcpfe und Versteckm\u00f6glichkeiten bietet \u2013 trauen sie sich jedoch kaum, ihn zu nutzen. Weil H\u00fchner territorial sind und ihr Revier verteidigen, haben schw\u00e4chere Hennen, die weit unten in der Hackordnung stehen, oft Probleme \u00fcberhaupt an ihren st\u00e4rkeren Artgenossen vorbei nach drau\u00dfen zu kommen.<sup><a href=\"#ref-6\">6<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bio-Haltung<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Hennen in Bio-Haltung leben unter sehr \u00e4hnlichen Umst\u00e4nden wie Hennen in Freilandhaltung. Sie haben etwas mehr Platz, sodass sich durchschnittlich sechs Hennen einen Quadratmeter teilen m\u00fcssen \u2013 in Freilandhaltung sind es neun. Ihre Gruppen sind insgesamt nicht ganz so gro\u00df wie die der Freilandhennen. Sie k\u00f6nnen bis zu 6.000 statt bis zu 9.000 Tiere umfassen. Viel huhngerechter ist das nicht, denn H\u00fchner leben am liebsten in kleinen Gruppen von f\u00fcnf bis 20 Hennen und einem Hahn sowie ein paar Jungh\u00e4hnen zusammen.  Und da auch ihr Lebensumfeld dasselbe ist wie in der Freilandhaltung, kann die Bio-Haltung ihren nat\u00fcrlichen Bed\u00fcrfnissen in den allermeisten F\u00e4llen genauso wenig gerecht werden.<sup><a href=\"#ref-6\">7<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Jedes System verursacht Leid<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Unabh\u00e4ngig vom System, in dem sie leben, leiden alle Hennen, die in der Eierindustrie gehalten werden. Die Tiere werden durch selektive Zucht und Haltungsbedingungen so manipuliert, dass sie m\u00f6glichst viele Eier legen: etwa 300 pro Henne und Jahr. All diese Eier brauchen eine Schale \u2013 und Schalen bestehen aus Kalzium. Dieses Mineral wird den Knochen der Hennen entzogen, sodass sie sehr anf\u00e4llig f\u00fcr Bein- und Fl\u00fcgelbr\u00fcche sind. Das ist ein Preis, den die Industrie f\u00fcr reichlich Eier zu zahlen bereit ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Enge und die Haltungsbedingungen, in denen die Hennen leben m\u00fcssen, verursachen gro\u00dfen Stress. Zus\u00e4tzlich leiden sie unter Langeweile, weil sie ihren nat\u00fcrlichen Bed\u00fcrfnissen wie Scharren, Picken und der Nahrungssuche nicht nachkommen k\u00f6nnen. Das f\u00fchrt dazu, dass sie sich gegenseitig bepicken und so schlimme Verletzungen zuf\u00fcgen. Lange Zeit war es deshalb Gang und Gebe, ihnen schon als junge K\u00fcken die Spitzen ihrer Schn\u00e4bel zu entfernen \u2013 ein gravierender und schmerzhafter Eingriff, der sie an die widrigen Haltungssysteme anpassen sollte. Im Jahr 2016 hat sich die Eierindustrie mit dem Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft darauf verst\u00e4ndigt, auf dieses Schnabelk\u00fcrzen zu verzichten. Zwar bleibt den Hennen in Deutschland dieser folgenschwere Eingriff nun erspart, an dem eigentlichen Problem \u00e4ndert das aber nichts, weil sie sich aufgrund ihrer Lebensbedingungen weiterhin gegenseitig verletzen.<sup><a href=\"#ref-5\">8<\/a><\/sup> <sup><a href=\"#ref-9\">9<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die ungewollten K\u00fcken<\/h3>\n\n\n\n<p>Durch selektive Zucht hat die Eierindustrie es geschafft, ihre Hennen auf Hochleistung zu z\u00fcchten. Mit K\u00f6rpern, die zwar krank und gebrechlich sind, aber eine Rekordzahl von Eiern produzieren \u2013 und nach einem viel zu kurzen Leben einfach ersetzt werden k\u00f6nnen. Ein Naturgesetzt hat die Zucht aber nicht aushebeln k\u00f6nnen: Die Hennen bekommen nicht nur weiblichen Nachwuchs. Etwa die H\u00e4lfte der K\u00fcken, die in den Br\u00fctereien das Licht der Welt erblicken, ist m\u00e4nnlich \u2013 das sind circa 45 Millionen Tiere pro Jahr. Und diese sieht die Industrie schlicht als unprofitabel an: Sie k\u00f6nnen keine Eier legen, bleiben aber wie ihre M\u00fctter ein Leben lang klein und zierlich. Kein Vergleich zu ihren Artgenossen, die in der Mast leben. Weil sie uns Menschen also weder Eier noch Fleisch liefern k\u00f6nnen, mussten sie lange Zeit schon direkt nach dem Schlupf sterben, indem sie zerh\u00e4ckselt oder vergast wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses K\u00fckent\u00f6ten ist erst seit 2022 verboten.<sup><a href=\"#ref-10\">10<\/a><\/sup> Doch statt das System im Ganzen zu hinterfragen und grundlegend zu \u00e4ndern, wurde die Praktik einfach durch andere tierwidrige Methoden ersetzt: Die Geschlechterbestimmung im Ei soll es den Br\u00fctereien erm\u00f6glichen, H\u00fchnerembryonen als m\u00e4nnlich oder weiblich auszuweisen, sobald sie neun Tage bebr\u00fctet wurden und wachsen konnten. Zu diesem Zeitpunkt k\u00f6nnen aber auch die Embryonen im Ei schon Schmerzen empfinden. Wenn bebr\u00fctete Eier aussortiert und vernichtet werden, verlagert sich Leid und Angst also von den frischgeschl\u00fcpften auf die ungeschl\u00fcpften K\u00fcken.<sup><a href=\"#ref-11\">11<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der letzte weg<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Egal, ob Huhn aus der Mast oder K\u00fcken und Henne in der Eierindustrie: Alle Tiere in der Landwirtschaft f\u00fchren ein kurzes Leben, das weit hinter ihrer nat\u00fcrlichen Lebenserwartung zur\u00fcckbleibt. Schnell kommt der Zeitpunkt, an dem sie aus den K\u00e4figen und Hallen geholt und in die Schlachtbetriebe gebracht werden. Teils werden sie per Hand gefangen, wobei sie sich h\u00e4ufig ihre H\u00fcften auskugeln und Knochenbr\u00fcche zuziehen. Andere Betriebe nutzen Maschinen, die die Tiere auf Laufb\u00e4nder schieben, die sie in Transportkisten fallen lassen. Beide Methoden sind so be\u00e4ngstigend, dass die Tiere in Panik geraten und sich im Gedr\u00e4nge oft gegenseitig verletzen oder qualvoll ersticken.<sup><a href=\"#ref-2\">12<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00dcberlebenden m\u00fcssen anschlie\u00dfend den be\u00e4ngstigenden und leidvollen Transport in \u00fcbereinandergestapelten Boxen antreten. Dieser kann Stunden und Tage dauern. F\u00fcr innerdeutsche Transporte soll die Dauer zwar auf acht Stunden begrenzt sein, tats\u00e4chlich gibt es aber viele Ausnahmeregelungen. Au\u00dferdem werden viele Tiere auch in andere EU-L\u00e4nder oder sogar Drittstaaten exportiert \u2013 f\u00fcr diese Langstreckentransporte gibt es keine konkret festgelegten Zeitbegrenzungen.<sup><a href=\"#ref-13\">13<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>In den Schlachtbetrieben angekommen, sollen die H\u00fchner zun\u00e4chst bet\u00e4ubt werden. Eine g\u00e4ngige Methode in Deutschland ist daf\u00fcr die Bet\u00e4ubung mit Gas, die ein schreckliches Erstickungsgef\u00fchl verursachen kann. Stimmt das Verh\u00e4ltnis des Gasgemischs nicht oder sind es zu viele Tiere, die es gleichzeitig einatmen sollen, kann es zudem sein, dass einzelne H\u00fchner nicht ausreichend bet\u00e4ubt sind. <\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ufig werden die H\u00fchner auch zu allererst an ihren teils gebrochenen oder ausgekugelten Beinen befestigt und so kopf\u00fcber an Transportb\u00e4ndern zu unter Strom gesetzten Wasserb\u00e4dern gefahren. Diese sollen sie zur Bet\u00e4ubung mit ihrem Kopf durchlaufen. Viele H\u00fchner, die zum Beispiel zu klein sind oder ihren Rumpf in dem Moment nach oben strecken, bleiben aber unbet\u00e4ubt.<sup><a href=\"#ref-2\">14<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Bei beiden Methoden sind einige Tiere also bei vollem Bewusstsein, wenn sie die n\u00e4chste Station erreichen, an denen ihre Kehlen mechanisch durchtrennt werden. Anschlie\u00dfend bluten sie qualvoll aus. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Es gibt keinen humanen Weg, H\u00fchner industriell zu halten. Und auch nicht, sie zu t\u00f6ten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"trigger\"><strong>Intelligent, sozial und f\u00fcrsorglich<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>H\u00fchner sind starke Pers\u00f6nlichkeiten: Sie sind aktiv, neugierig und lieben es, ihre Umgebung zu erkunden und auf dem Boden nach Nahrung zu scharren. Sie baden gerne im Staub und putzen sich, um Haut und Gefieder in Topform zu halten. Und sie lieben es, sich auf der Seite liegend mit ausgebreiteten Fl\u00fcgeln und geschlossenen Augen zu sonnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sobald sie geschl\u00fcpft sind, sind sie in der Lage, ihre Geschwister zu erkennen. Und wenn ihnen die M\u00f6glichkeit geboten wird, bleiben sie ein Leben lang zusammen. H\u00fchner sind \u00fcberaus soziale Tiere und bilden starke Freundschaften. Die riesigen Herdengr\u00f6\u00dfen in der industriellen Tierhaltung sind f\u00fcr sie unnat\u00fcrlich und stressig.<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00fctter, die ihre Kinder besonders beh\u00fcten, nennen wir umgangssprachlich \u201eGlucke\u201c. Das kommt daher, dass Hennen ganz fantastische und f\u00fcrsorgliche M\u00fctter sind: Die Bindung zu ihren Jungen ist so stark, dass sie schon vor dem Schlupf der K\u00fcken beginnt. Die Henne kommuniziert bereits mit den Embryonen \u2013 die ihr aus dem Ei heraus piepsend antworten.<sup><a href=\"#ref-15\">15<\/a><\/sup> <sup><a href=\"#ref-16\">16<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schau, wie gut sich diese Henne um ihre K\u00fcken sorgt:<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"embed-wrapper-block\">\n<div class=\"embed-wrapper\"><iframe title=\"Mama Hen &amp; Baby Chick - touching scene from Peaceable Kingdom animal film\" width=\"500\" height=\"375\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/_qqCeasIRhg?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/veganuary.com\/de\/jetzt-mitmachen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Du kannst H\u00fchner und ihre K\u00fcken ganz einfach sch\u00fctzen: Probier&#8217;s vegan \u2013 wir unterst\u00fctzen dich dabei!<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Quellen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p id=\"ref-1\">[1] Statistisches Bundesamt (Destatis), 2024. Geschlachtete Tiere, Schlachtmenge: Deutschland, Jahre, Tierarten, Schlachtungsart, <a href=\"https:\/\/www-genesis.destatis.de\/genesis\/online\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www-genesis.destatis.de\/genesis\/online<\/a> [abgerufen am 05.03.2024].<\/p>\n\n\n\n<p id=\"ref-2\">[2] [12] [14] Albert-Schweitzer-Stiftung: Masth\u00fchner, <a href=\"https:\/\/albert-schweitzer-stiftung.de\/massentierhaltung\/huehner\/masthuehner\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/albert-schweitzer-stiftung.de\/massentierhaltung\/huehner\/masthuehner<\/a> [abgerufen am 13.03.2024].<\/p>\n\n\n\n<p id=\"ref-3\">[3] [4] Statistisches Bundesamt (2024): Betriebe mit Legehennenhaltung, Erzeugte Eier, Legeleistung: Deutschland, Jahre, Haltungsformen, Gr\u00f6\u00dfenklassen der Hennenhaltungspl\u00e4tze, <a href=\"https:\/\/www-genesis.destatis.de\/genesis\/online\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www-genesis.destatis.de\/genesis\/online<\/a> [abgerufen am 13.03.2024].<\/p>\n\n\n\n<p id=\"ref-5\">[5] [8] Albert-Schweitzer-Stiftung: Legehennen, <a href=\"https:\/\/albert-schweitzer-stiftung.de\/massentierhaltung\/huehner\/legehennen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/albert-schweitzer-stiftung.de\/massentierhaltung\/huehner\/legehennen<\/a> [abgerufen am 13.03.2024].<\/p>\n\n\n\n<p id=\"ref-6\">[6] [7] [10] ProVeg International, Massentierhaltung von Legehennen in der Eierproduktion, <a href=\"https:\/\/proveg.com\/de\/5-pros\/tiere\/massentierhaltung-legehennen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/proveg.com\/de\/5-pros\/tiere\/massentierhaltung-legehennen<\/a> [abgerufen am 13.03.2024].<\/p>\n\n\n\n<p id=\"ref-9\">[9] Albert-Schweitzer-Stiftung: Pressemitteilung vom 30.05.2018 \u2013 Das Schnabelk\u00fcrzverbot allein ist unzureichend, <a href=\"https:\/\/albert-schweitzer-stiftung.de\/aktuell\/schnabelkuerzverbot-allein-ist-unzureichend\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/albert-schweitzer-stiftung.de\/aktuell\/schnabelkuerzverbot-allein-ist-unzureichend <\/a>[abgerufen am 13.03.2024].<\/p>\n\n\n\n<p id=\"ref-10\">[10] Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft: Verbot des K\u00fckent\u00f6tens, <a href=\"https:\/\/www.bmel.de\/DE\/themen\/tiere\/tierschutz\/tierwohl-forschung-in-ovo.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.bmel.de\/DE\/themen\/tiere\/tierschutz\/tierwohl-forschung-in-ovo.html<\/a> [abgerufen am 13.03.2024].<\/p>\n\n\n\n<p id=\"ref-11\">[11] Albert-Schweitzer-Stiftung: Schein-Erfolg: Kl\u00f6ckners Gesetz zum K\u00fckent\u00f6ten, <a href=\"https:\/\/albert-schweitzer-stiftung.de\/aktuell\/schein-erfolg-kloeckners-zum-gesetz-kuekentoeten\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/albert-schweitzer-stiftung.de\/aktuell\/schein-erfolg-kloeckners-zum-gesetz-kuekentoeten<\/a> [abgerufen am 13.03.2024].<\/p>\n\n\n\n<p id=\"ref-13\">[13] Albert-Schweitzer-Stiftung: Tiertransporte: Zahlen und Fakten, <a href=\"https:\/\/albert-schweitzer-stiftung.de\/massentierhaltung\/tiertransporte-zahlen-fakten\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/albert-schweitzer-stiftung.de\/massentierhaltung\/tiertransporte-zahlen-fakten<\/a> [abgerufen am 13.03.2024].<\/p>\n\n\n\n<p id=\"ref-15\">[15] Lori Marino: Thinking chickens: a review of cognition, emotion, and behavior in the domestic chicken. Anim Cogn 20, 127\u2013147 (2017), <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s10071-016-1064-4\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/s10071-016-1064-4<\/a> [abgerufen am 13.03.2023].<\/p>\n\n\n\n<p id=\"ref-16\">[16] Animal Equality Germany: K\u00fcken kommunizieren schon im Ei, <a href=\"https:\/\/animalequality.de\/blog\/huehner-kueken-kommunizieren-schon-im-ei\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/animalequality.de\/blog\/huehner-kueken-kommunizieren-schon-im-ei\/<\/a> [abgerufen am 13.03.2024].<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weitere Infos:<\/strong><a href=\"https:\/\/albert-schweitzer-stiftung.de\/aktuell\/schnabelkuerzverbot-allein-ist-unzureichend\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><br><\/a><a href=\"https:\/\/www.tierschutzbund.de\/information\/hintergrund\/landwirtschaft\/manipulationen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Deutscher Tierschutzbund e. V.: Manipulationen an Tieren<\/a><br><a href=\"http:\/\/www.ign-nutztierhaltung.ch\/sites\/default\/files\/stellungnahmen_hennen\/Welfare_Laying_Hens_in_Europe_d.pdf#page=28\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">G. Martin, H.H. Sambraus und A. Steiger: Das Wohlergehen von Legehennen in Europa \u2013 Berichte, Analysen und Schlussfolgerungen<\/a><br>Susanne Gura im Kritischen Agrarbericht: Das Tierzucht-Monopoly \u2013 ein Update<br>Bernhard H\u00f6rning im Kritischen Agrarbericht: Stark belastet \u2013 Intensive Haltungsformen und m\u00f6gliche Folgen f\u00fcr die Gesundheit der Tiere<br><a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/tierschnutztv\/BJNR275800001.html#BJNR275800001BJNG000700308\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung<\/a>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><br><br><\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Landwirtschaft wird zwischen zwei Arten von H\u00fchnern unterschieden: Hennen, die zur Eiproduktion gehalten werden und H\u00fchner, die Fleisch&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":95,"featured_media":30206,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_coblocks_attr":"","_coblocks_dimensions":"","_coblocks_responsive_height":"","_coblocks_accordion_ie_support":"","footnotes":"[]"},"categories":[958],"tags":[],"class_list":["post-107084","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-tiere"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Das Leben der H\u00fchner in der Landwirtschaft | Veganuary<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"In der Landwirtschaft leben Hennen, die zur Eiproduktion gehalten werden und H\u00fchner, die Fleisch liefern sollen. 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