31 TAGE: DAS VEGANUARY-ERLEBNIS

Teilnehmende

Seitdem wir im Januar 2014 unsere Kampagne gestartet haben, ist die Zahl der Teilnehmenden von Jahr zu Jahr enorm gestiegen. Menschen aus der ganzen Welt nehmen mittlerweile an Veganuary teil und erhalten von uns 31 Tage lang Tipps und Hilfestellungen, um ihr Veganuary-Erlebnis so erfolgreich und spannend wie möglich zu gestalten.

Aus welchem Grund nehmen Menschen an Veganuary teil?

Die Gründe sind zwar recht individuell, doch wir stellen fest, dass drei Themen immer wieder genannt werden:

Tiere

Viele Menschen möchten sich rein pflanzlich ernähren, weil sie nicht länger zum Leid von Tieren beitragen wollen. Die meisten Tiere in intensiven Tierhaltungsbetrieben fristen ein leidvolles und trauriges Dasein. Ein Großteil der Hühner, Truthähne, Enten und Gänse werden in riesigen Lagerhallen mit Zehntausenden anderer Vögel und wenig Platz für das einzelne Tier aufgezogen. Die meisten von ihnen werden nie die Sonne auf ihrem Körper spüren, frische Luft atmen oder in der Erde scharren dürfen.

Auch Schweine werden in Deutschland hauptsächlich in Massentierhaltung gehalten. Für Zuchtsauen bedeutet das oft wochenlang in winzigen Kastenständen eingesperrt zu sein, in denen sie sich nicht einmal umdrehen können. Milchkühe werden immer wieder erneut geschwängert, um den Milchfluss am Laufen zu halten. Ihre Kälber werden in der Regel kurz nach der Geburt von ihnen getrennt. Das ständige Melken und die starke Überzüchtung der Tiere führen oft zu schmerzhaften Entzündungen des Euters und anderen Erkrankungen. Allen Muttertieren werden in der Massentierhaltung ihre Jungen weggenommen, und alle Tiere – auch solche, die in Freiland- oder Bio-Haltung leben – landen letztendlich in einem Schlachthof.

UMWELT

Untersuchungen decken zunehmend den Zusammenhang zwischen unserer Ernährung und den damit verbundenen, kritischen Auswirkungen für die Umwelt auf. Dabei stellt die Produktion von Fleisch, aber auch allen anderen tierischen Produkten, eine enorme Belastung für die Umwelt dar. Die industrielle Tierhaltung gilt als einer der Hauptverursacher von klimaschädlichen Gasen. Sie liefert uns nur knapp 17 % unserer Kalorien und ist dennoch für 60 % der Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft verantwortlich. Untersuchungen der Oxford University zeigen, dass pflanzliche Lebensmittel – einschließlich Nüsse und Soja – eine weitaus weniger schädliche Wirkung haben als tierische Lebensmittel.

Das Forscherteam kam zu dem Schluss, dass eine vegane Ernährung „die wirkungsvollste Einzelmaßnahme“ ist, die ein Durchschnittskonsument ergreifen kann, um den Planeten zu schützen.

Da sie so viel mehr Land in Anspruch nimmt, als für die Bewirtschaftung von Pflanzen benötigt würde, ist die industrielle Tierhaltung durch massive Eingriffe in die Landschaft ebenfalls an der fortschreitenden Entwaldung beteiligt. Riesige Schneisen werden in Waldgebiete geschlagen, um Platz für Weideflächen zu schaffen oder um Nutzpflanzen anzubauen, die in der Massentierhaltung verfüttert werden. Die Tiere, die einst im Wald lebten, müssen fliehen oder sterben aus.

Die industrielle Tierhaltung ist auch für einen großen Teil der Luft-, Boden- und Wasserverschmutzung verantwortlich, einschließlich der Verursachung und Verschärfung von Totzonen im Ozean. Das sind Bereiche, in denen es so wenig Sauerstoff gibt, dass dort kein Lebewesen überleben kann.

Milliarden von Fische werden aus dem Meer geholt und an Nutztiere, einschließlich andere Fische, verfüttert. Der größte Teil des Plastiks, das im „Great Pacific Garbage Patch“, der größten, im Meer schwimmenden Müll-Insel, gefunden wurde, stammt tatsächlich von ausgedienten Fischfanggeräten. Der Konsum tierischer Produkte trägt zur Verschmutzung und zum allmählichen Sterben unserer Ozeane bei.

GESUNDHEIT

Viele Menschen steigen für einen Monat auf eine rein pflanzliche Ernährung um, weil sie wissen möchten, ob sich ihre Gesundheit dadurch verbessert. Jahrzehntelange Forschung stellt eine Verbindung zwischen unserer Ernährung und einer ganzen Reihe von Gesundheitsproblemen fest und legt nahe, dass vegan lebende Menschen seltener an Herzerkrankungen, Typ-2-Diabetes und einigen Krebsarten leiden.

Immer wieder berichten Veganuary-Teilnehmende von signifikanten gesundheitlichen Verbesserungen in den ersten 31 Tagen – von besserem Schlaf über eine verbesserte Verdauung bis hin zu reinerer Haut! Wir können nicht versprechen, dass jede Person, die mitmacht, gesundheitliche Verbesserungen erleben wird, aber viele der Teilnehmenden bestätigen, dass sie diese Erfahrung gemacht haben.

Spaß soll es machen! Veganuary ist es ein großes Anliegen, dass die Teilnahme als positives, aufregendes und erhellendes Erlebnis erlebt wird. Die Zahlen sprechen für uns: 98% der Teilnehmenden, die auf unsere Umfrage antworteten, gaben an, dass sie die Teilnahme an Veganuary weiterempfehlen würden.